Wichtige Informationen zum Versand von Zierfischen

Beim Transport von Zierfischen ist grundsätzlich zwischen „Kaltwasserfischen“ (z.B. Teichfische) und wärmeliebenden Arten (tropische oder subtropische Zierfische) zu unterscheiden. Beim Transport ist der für die jeweilige Fischart angemessene Temperaturbereich bzw. die zuvor bestehende Haltungstemperatur einzuhalten. Demzufolge sollten die Transportbeutel in gut isolierten Behältern (Transportboxen), die bei längerem Transport mit Wärmequellen (Heat Packs) auszustatten sind, transportiert werden.

Grundsätzlich sollten nur artgleiche Zierfische in einem Behältnis zusammen verpackt werden, zumal einige Arten Giftstoffe absondern. Große und aggressive Exemplare sind einzeln zu verpacken.

  • Die Anforderungen an einen Transport von Zierfischen werden grundsätzlich durch die EU-Verordnung Nr. 1/2005 und die Tierschutztransportverordnung (TierSchTrV) geregelt.

  • Grundsätzlich müssen Lebendfischtransporte so erfolgen, dass das Wohl der Tiere nicht beeinträchtigt wird.

  • Es sind stabile, sichere Fischtransportbeutel mit abgerundeten Ecken zu verwenden, damit beim Transport keine Tiere eingeklemmt werden können.

  • Die Transportbeutel müssen zu einem Drittel mit Wasser und zu zwei Dritteln mit Sauerstoff gefüllt werden, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung zu sichern. Das gilt nicht für luftatmende fische wie z.B. Labyrinthfische oder Panzerwelse.

  • Die Wasserparameter müssen der Fischart und der Größe angepasst sein und dürfen sich durch und während des Transportes nicht so verschlechtern, dass die Fische dadurch Schaden nehmen könnten.

  • Es sollte vermieden werden, verschiedene Fischarten und Größen gemeinsam zu transportieren, da sie sich gegenseitig verletzen könnten oder es zu zusätzlichem Stress führen könnte.

  • Die Transportbehälter müssen eine gut sichtbare Bezeichnung „lebende Fische“ aufweisen.

  • Grundsätzlich kommen für den Transport nur gesunde Fische in Frage. Darüber hinaus sollten kranke Fische auch im Hinblick auf die damit verbundene Verbreitung von Krankheitserregern nicht transportiert und umgesetzt werden.

  • Die Transportdauer muss insgesamt so kurz wie möglich gehalten werden, um den Tieren unnötigen Stress zu ersparen.

  • Entsprechende Umverpackungen müssen eine temperaturregulierende/isolierende Eigenschaft mitbringen, um Auskühlung oder Erwärmung bzw. große Temperaturschwankungen zu jeder Jahreszeit zu vermeiden.

  • Aus den mitgeführten Transportpapieren müssen Herkunft und Eigentümer der Tiere, der Versandort, Tag und Uhrzeit des Beginns der Beförderung und die voraussichtliche Dauer der geplanten Beförderung hervorgehen.

  • Für einen längeren Transport wird empfohlen, die Fische mindesten 24 Stunden vorher nicht mehr zu füttern. Dadurch werden die natürlichen Ausscheidungen in Form von Ammoniak reduziert.

Checkliste Zierfischversand

Wir haben wichtige Hinweise zum Versand von Zierfischen in einer Liste für Sie zusammengefasst.

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